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Die Frequenzversteigerung ist beendet – Mobilfunkunternehmen planen nun den Ausbau der neuen Mobilfunkgeneration LTE und die Versorgung der “Weißen Flecken”

LTE Netzausbau nach Ende der Frequenzversteigerung


LTE Netzplanung Vodafone

Foto: Netzplanung Vodafone

Bereits seit einer Woche ist die Versteigerung der LTE Frequenzen beendet. Alle Netzbetreiber haben Frequenzblöcke ersteigert und zeigen sich zufrieden. Die Gesamtsumme der 27 Tage andauernden Frequenzauktion beträgt knapp 4,4 Milliarden Euro. T-Mobile hat knapp 1,3 Milliarden Euro für 10 Frequenzblöcke investiert. Telefonice lag bei 1,37 Milliarden Euro für 11 Blöcke. Die höchste Summe bot Vodafone mit 1,42 Milliarden Euro für 12 Frequenzblöcke. E-Plus blieb sparsam und investierte nur rund 283 Millionen Euro für 8 Frequenzblöcke und konnte keinen der begehrten 800 Megahertz Frequenzen aus der Digitalen Dividende ersteigern. Doch wie geht es nun weiter mit dem Ausbau der neuen Mobilfunkgeneration LTE (Long Term Evolution)?

Vodafone will weiße Flecken versorgen

Vodafone spricht von einer erfolgreichen Auktion in der alle gewünschten Frequenzen ergattert werden konnten. Mit 2 Frequenzblöcken aus dem 800 Megahertz Bereich und 20 Megahertz im gepaarten 2,6 Gigahertz-Band will Vodafone seine Position als Internetanbieter mobiler Datendienste stärken. Zusätzliche 25 Megahertz ungepaartes Spektrum im 2,6 Gigahertz Bereich sollen für zukünftiges Wachstum dienen. Nun ist es an der Zeit den angekündigten Ausbau voran zu treiben und die Auflagen der Bundesnetzagentur zu erfüllen. Zuerst sollen die sogenannten Weißen Flecken (ländliche Regionen ohne Highspeed-Internet) abgedeckt und mit dem neuen Mobilfunkstandard versorgt werden. “Vodafone hat in die eigene Zukunft und in die Zukunft des Standortes Deutschland investiert”, sprach Friedrich Joussen, Chef von Vodafone-Deutschland.

Erstes LTE-Netz von O2 schon Ende 2010

Telefonica O2 kündigte an, bis Jahresende das erste LTE Netzwerk im ländlichen Raum zum Laufen zu bringen. Zufrieden mit dem Ausgang der Auktion, will man mit den 2 ersteigerten 800 Megahertz Blöcken nun den Ausbau von LTE vorantreiben. Zusätzliche Reserven bieten die vier 2,6 Gigahertz Blöcke und ein Block im 2,6 Gigahertz Spektrum.

T-Mobile plant LTE-Ausbau

Insgesamt 95 Megahertz erwarb die Deutsche Telekom für 1,3 Milliarden Euro bei der Frequenzauktion. Nun soll der LTE Ausbau beginnen um eine bessere Breitbandversorgung zu gewährleisten. Das steigende Datenvolumen benötigt eine höhere Frequenzbreite die nun mit den ersteigerten Frequenzblöcken vorhanden ist. Auch T-Mobile Vorstand Niek Jan van Damme zeigt sich zufrieden und sieht die gewonnen Frequenzen als Grundstein für den neuen Mobilfunkstandard Long Term Evolution.

Mit den Frequenzen der Digitalen Dividende möchte T-Mobile die ländlichen Regionen versorgen, die höheren Frequenzen dienen dann der Versorgung der Ballungsräume mit LTE.

E-Plus ist offen für eine Netzwerkkooperation

E-Plus kam mit 500 Millionen Euro am günstigsten davon, jedoch konnten keine der begeehrten 800 Megahertz Frequenzen ersteigerten werden. Nun denkt E-Plus über eine Netzwerkkooperation nach um auch in ländlichen Gebieten LTE anzubieten.

Ersteigert wurden Blöcke im 1,8 Gigahertz Bereich und 2,6 Gigahertz Bereich. Diese können zwar für LTE genutzt werden, bieten aber keine hohe Reichweite wie die Frequenzen der Digitalen Dividende.

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